Hillary Clinton droht Russland mit Krieg

Klagemauer.TV – Thema des Videos:

Für den US-Präsidentschaftswahlkampf scheinen die Rollen der Kandidaten in den deutschen Medien klar verteilt, denn so werden sie präsentiert:

Auf der einen Seite der gefährliche, möglicherweise nicht ganz zurechnungsfähige Multimilliardär Donald Trump, auf der anderen Seite die besonnene und erfahrene Staatsfrau Hillary Clinton.

Blickt man jedoch genauer auf die außenpolitische Ausrichtung einer möglichen Präsidentin Clinton, so stellt sich unweigerlich die Frage, ob nicht Clinton die gefährlichere ist.

Denn sie legt eine höchst aggressive Haltung an den Tag: Clinton droht Russland mit einem offenen Krieg.

Die Präsidentschaftskandidatin dazu bei einer Wahlkampfrede in Cincinnati: „Wir müssen den Preis erhöhen und sicherstellen, dass wir uns gut verteidigen, um gegen jene zu kämpfen, die gegen uns kämpfen.

“ Mit Blick auf mögliche Cyber- und Hackerangriffe aus Russland fügte sie hinzu: „Als Präsidentin werde ich klar zu verstehen geben, dass die USA sich zu Cyberattacken ebenso verhalten werden wie zu anderen Angriffen. Wir werden bereit sein, ernsthaft politisch, wirtschaftlich und militärisch zu antworten.“

Dass Clintons Aussagen lediglich markige Wahlkampf-Sprüche sind, ist zweifelhaft.

Denn bereits seit einiger Zeit wird der Umgang mit Computer-Attacken diskutiert: Die USA werten seit einigen Monaten Cyber-Angriffe auf eigene Ziele wie eine militärische Invasion mit konventionellen Streitkräften.

Das bedeutet im Klartext: Ein möglicher Hacker-Angriff würde mit dem Einmarsch von feindlichen Panzern und Soldaten gleichgesetzt werden und automatisch den NATO-Bündnisfall auslösen.

Ein möglicher russischer Cyber-Angriff würde die NATO-Mitglieder in einen offenen Krieg mit Russland ziehen.

Das Gefährliche an Clintons Ansagen besteht darin, dass sich Cyber-Angriffe kaum belegen lassen.

Dass lediglich die Behauptung, man sei via Computer angegriffen worden, einen Krieg mit einer nuklearen Macht auslösen kann, bringt eine neue Brisanz in die Eskalationsspirale der letzten Jahre.

Es würde also lediglich eine einzige Pressekonferenz im Weißen Haus benötigen, um zu erklären und sich vor der ganzen Welt dahingehend zu rechtfertigen, dass nach einem (vermeintlichen) russischen Hacker-Angriff „jetzt zurückgeschossen“ werde.

von ro. / klagemauer.tv

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